Montag, 23. November 2015

Nach langer Zeit.....



...doch mal wieder was von mir. Eigentlich hatte ich mir das Bloggen abgewöhnt. Da ich aber im nächsten Jahr wieder in das Renngeschehen "eingreifen" will, dachte ich mir:"scheiß drauf!", also nerve ich Euch ab heute wieder mit meinem Geschreibsel. Anfangen will ich auch gleich mal mit einen ersten Fahrbericht meines neuen Haibike, was auf den Namen Greed 9.80 hört und auf 29" Tune/ZTR Crest Laufrädern unterwegs ist. Das Bike wurde mir vor 2 Wochen geliefert, nur leider bin ich erst Gestern zum ersten Mal mit ihm unterwegs gewesen. Zugegeben, für einen ausgiebigen Test auf den harzer Trails, war es doch ein wenig glatt. So waren es recht wenige Trailkilometer, die ich an diesem Tag fahren konnte. Aber für einen ersten Eindruck haben die ~ 42 Km mit 800 hm dann doch gereicht. Da ich die letzten 4 Jahre auf einem Bergamont "Revox 29er" und dem Fully-Gegenstück "Fastlane" unterwegs war, war ich schon ein bisschen gespannt, wie ich nun mit einer etwas anderen Geometrie zurecht kommen würde, dann das Revox ist schon sehr ausgereift und passt super. Das Greed gefällt aber erst einmal durch seine auffällige Rahmenform (mir zumindest). Alle Rohre, sowie das Steuerrohr sind schon sehr mächtig. Carbontypisch sind natürlich auch die organischen Formen und alles passt irgendwie zusammen, vom Lenker bis zu den Tune-Naben. Auch sind alle Leitungen und Züge innerhalb des Rahmens verlegt. Was einen optisch sauberen Eindruck macht, allerdings auch zu einem akkustischen Problem führen kann. So schlagen im Rahmen die Leitungn gegen den Rahmen, was zu nervigen Klappergeräuschen führt. Das hatte ich zum Glück mit Hilfe von Isolierband schnell im Griff bekommen. Leider fehlt auch die Schutzfolie am Unterrohr, die meines Erachtens bei Carbonrahmen, obligatorisch sein sollte!
Das Fahrverhalten ist ähnlich dem Revox, berab wie bergauf war der größte Unterschied der mächtige 740 mm breite Lenker, daran musste ich micht erst mal gewöhnen.
Nun aber zur Technik. Im Gegensatz zum Topmodell (was denselben Rahmen hat) werkeln hier nicht ganz so hochpreisige Komponenten. Dennoch ist die Ausstattung durchweg Oberklasse! Neben den Oben genannten Laufrädern, kommt Schaltung, sowie Bremsen aus der brandneuen Shimano XT Gruppe (M8000) und schaltet insgesamt 22 Gänge. Die 2-fach Kurbel besitzt 38 bzw. 28 Zähne, die Kassette reicht von 11-40 Zähnen. Damit sollte dann auch ein Alpencross möglich sein. Beide Bremsen besitzen 180 mm Bremsscheiben und packen schon fast brachial zu. Von der Wertigkeit, Schaltperformance und Optik die beste XT Gruppe, die ich bisher gefahren bin. Ich fand erhlich gesagt kein Unterschied zur 2010er XTR Gruppe, das war die letzte Shimanoschaltung, die ich am Bike hatte.
Die Federgabel ist eine alte Bekannte, denn die Rock Shox SID RL hatte ich die letzten Jahre immer an einem meiner Räder. Sie funktioniert tadellos. Gewöhnungsbedürftig finde ich den neuen Lockouthebel, der ist, wie ich finde, nicht so toll gelungen. Der verbaute LRS ist bei mir in derselben Konfiguration schon am Revox gelaufen und ist ausreichend leicht und vorallem stabil. Tatsächlichen Komfort bietet die hauseigene Carbon Sattelstütze. Diese ist so konstruiert, dass sie kleine Schläge im Sitzen gut abfedert, ein echtes Plus. Das man von der zugehörigen Klemme allerdings nicht behaupten kann. Nachdem ich diese mit 4 Nm ( 6 sind erlaubt!) angezogen hatte, flog sie auseinander. Da hätten 10 Gramm mehr, doch ein bisschen Ärger erspart! Der, ebenfalls aus Carbon gefertigte Lenker ist breit, mit 740 mm sehr breit. Ganz enge Passagen werden zur ungeahnten Herausforderung ;) Aber so behält man auf jeden Fall die Kontrolle.
Insgesamt finde ich das Bike sehr gut gemacht. Fahreigenschaften und Geometrie sind auf den heutigen Stand und demnach denke ich, dass ich gut für den ein oder anderen Marathon in 2016 gut aufgestellt bin.

Vielleicht sieht man sich bei dem ein oder anderem Rennen :-)

Sport frei!
Christian 

 


























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