Sonntag, 14. April 2013

Die thüringer Schlammpackung...

...so oder ähnlich konnte man den diesjährigen Kyffhäuser Berglauf in Bad Frankenhausen in diesem Jahr beschreiben.
Als um 12.30 Uhr der Startschuss fiel, ahnte ich noch nicht, was mich die nächsten 64 Km erwarten sollte. Auf Grund des langen Winters wurde die Strecke auf die 21 Km lange Halbmarathonstrecke verlegt. Was bedeutete, dass die Startphase in diesem Jahr heftiger ausfallen würde, als in den letzten Jahren, zumindest was die Kraft anging. Anstatt der recht langen Asphaltstraße in Richtung Rottleben, ging es diesesmal kurz nach dem Start in den ersten Anstieg. Sportskollege Stefan Bzdok fuhr mir auch in diesem gleich mal rund 150-200 Meter davon. Da ich aber noch nicht so richtig den leichten Schnupfen losgeworden bin, der mich die Woche 5 Tage lang beschäftigt hatte, wollte ich erst einmal schauen, was mein Körper sagt und ob er mit der Belastung schon klar kommt. Aber es lief so weit doch schon gaz gut, so dass ich noch ein bisschen mehr am Gas drehen konnte, um Stefan zumindest nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Kurz vor dem Ende des Anstiegs konnte ich Ihn sogar überholen. Nach ein paar weiteren Kilometern, kam dann aber das große Erwachen. Da vor mir schon etliche Fahrer abgestiegen waren, konnte es sich nur um ein unfahrbares, tiefes Matschloch handeln. So war es dann auch und meine ersten Zweifel das Rennen zuende zu fahren kamen mir in den Kopf. So etwas liegt mir nämlich überhaupt nicht, außerdem waren sämmtliche Lücken zwischen Reifen, Umwerfer und Rahmen schon gut mit Schlamm gefüllt, so dass sich bald nicht mehr viel bewegte. Nachdem ich wieder im Sattel saß, ging es weiter über feste Wege, bis zum nächsten Stück wo wieder alle geschoben haben. Diesesmal drehte sich nicht einmal mehr das Hinterrad, so musste ich oben angekommen erst einmal alles wieder gängig machen. Durch die Schieberei war ich so fertig, dass für mich klar war, dass ich keine 3 Runden absolvieren würde, auch in anbetracht der nur noch mäßig funktionierenden Schaltung. Aber diese Runde musste ich noch zuende fahren. Da die nächsten Kilometer recht gut liefen, vergaß ich bei der Rundendurchfahrt doch, dass ich eigentlich aufhören wollte, es fiel mir erst wieder an der nächsten Schiebepassage und bei dem einsetzenden Hagelschauer ein. Nun ja, da ich kein Bock auf Diskussionen mit meinen inneren Schweinehund hatte, fuhr ich meinen Törn und ging so auch auf die 3. Runde. Da allerdings machten sich bei den Schlammlöcher erste, ernsthafte Krämpfe bemerkbar, mit unter so stark, dass ich immer wieder kurz stehen bleiben musste. Auf den letzten 15 Km ging mir dann auch merklich die Kraft aus. Also hieß es, etwas Druck rausnehmen und hoffen, dass am Segelflugplatz jemand ist, der mir ein wenig Windschatten spendiert, leider waren alle potenziellen Spender viel zu weit vor mir. In den beiden Runden davor hatte ich dort mehr Glück. So ging es zum letzten Mal in den, jetzt doch auch sehr durgeweichten Trail, als plötzlich Stefan wieder hinter mir auftauchte. Tja, so ist das mit der Grundlage, da hat Stefan wohl besser dran gearbeitet als ich. So sind wir dann fast gleichzeitig ins Ziel gefahren. Mit 3:23 Std. bin ich auf den 73. Platz gesamt gelandet, was aber gar nicht soooo schlecht ist wenn mann bedenkt wie stark das Rennen besetzt war. Es zeigte sich auch, dass ich jede Runde ein bisschen Zeit verloren habe. Meine erste Runde konnte ich noch mit einer Zeit von 1:02 absolvieren, konnte die Geschwindigkeit allerdings nicht über die 64 Km mit ~1500 Hm halten. Somit weiß ich auch, dass ich 1. längere Einheiten fahren muss und 2. immernoch 5 kg zuviel habe. 2 Kg konnte ich ja schon abnehmen, was mir aber an so manchen Berg wenig half.
Das Rennen in Hellental ist für mich dann aber ausgefallen, die Beine waren doch noch recht schwer. Als nächstes steht die Mitteldistanz in Bad Harzburg auf dem Plan, was auch gleichzeitig der Auftakt des Harzer MTB Cups ist.
Bis dahin, schön fleißig sein!
Christian

Kommentare:

  1. bei mir war die dritte wieder die schnellste runde, ich bekomme es einfach nicht hin. aber ich denke es wird besser. ich versuche mal irgendwie doch kellerwald mit dir zu fahren.

    AntwortenLöschen
  2. Das wäre super. Peggy und die Kinder kommen auch mit!
    Bei mir ist es bis 2,5 Stunden immer ganz gut und wenn es über die 3 Stundenmarke geht, breche ich ein. Was aber nun auch an den Winterlichen, doch recht kurzen Trainings liegt. Aber wie du schon sagst, es kann nur besser werden :)

    AntwortenLöschen